Textversion
Aktuelles - Neues
Wie werde ich Segelflieger?
Dokumentation von Flügen
OLC - Flüge FG Eutingen 2010
Bilder
Naherholungs-Area
Fliegerklause
Winter-Arbeiten
Downloads
Interessante Weblinks

Ausbildung

Wie werde ich Segelflieger?

Du interessierst dich für das Segelfliegen? Dann ist es jetzt an der Zeit, einmal zu uns zu kommen und probeweise mitzufliegen. Und du bist sicher neugierig, wie die Ausbildung zum Inhaber der Privatpilotenlizenz C (GPL Segelflug) aussieht. Um mit dem Segelfliegen zu beginnen, muss man mindestens 14 Jahre alt sein.

Der praktische Teil

Schulflüge mit Fluglehrer

Die Anfängerschulung wird im wesentlichen auf dem Puchacz durchgeführt. Dabei sitzt der Fluglehrer auf dem hinteren, du auf dem vorderen Sitz. Das Flugzeug kann von beiden Sitzen aus gesteuert werden.

Bei den ersten Flügen wird der Lehrer steuern und du fühlst die Bewegungen der Steuerung und die Reaktionen des Flugzeugs. Dann werden einfache Aufgaben wie der Geradeausflug und das Einhalten der richtigen Geschwindigkeit geübt.

Schwieriger wird schon das Fliegen einer sauberen Kurve. Die meiste Zeit beansprucht schließlich das Einüben eines sicheren Starts und einer weichen Landung. Zudem werden alle möglichen besonderen oder potentiell gefährlichen Situationen durchgespielt (Langsamflug, Schnellflug, Reißen des Schleppseils beim Start, Übergang vom extremen Langsamflug in das Trudeln und Beenden dieses Flugzustands usw.).

Schließlich, nach durchschnittlich 60 – 80 Flügen, ist der Fluglehrer sicher, dass du alles Notwendige beherrschst, um alleine zu fliegen. Du benutzt bei Deinen ersten Alleinflügen ebenfalls den Puchacz, so dass du dich nicht an ein neues Flugzeug gewöhnen musst. Der einzige Unterschied ist, dass der Sitz hinter dir nun leer ist. Die ersten drei Alleinflüge lassen dich die A-Prüfung bestehen.

Schulflüge ohne Fluglehrer

Von nun an fliegst du also ohne deinen Fluglehrer, aber du bist immer noch unter seiner Aufsicht. Er sagt dir vor einem Flug, was du üben sollst und ob z. B. bestimmte Wetterbedingungen zu beachten sind und ähnliches. Über das Funkgerät kann dich der Lehrer während Deines Fluges jederzeit erreichen.

Nachdem du jetzt etwas Erfahrung gesammelt hast, wirst du auf die KA 6 umgeschult. du wirst das geringere Gewicht dieses Schulungseinsitzers spüren, er steigt in der Thermik sehr viel besser. In den folgenden Ausbildungsabschnitten übst du das Thermikfliegen, ebenso wie besondere Flugmanöver wie den Übergang vom Schnellflug in den Thermikkreis, den Seitengleitflug für einen steilen Landeanflug, das Landen in einem vorher bestimmten Feld der Landebahn und anderes. Diese Manöver musst du in zwei weiteren Prüfungen, der B- und der C-Prüfung zeigen.

Streckenflüge

Bis zu diesem Stand hat sich die Ausbildung in der Umgebung des Flugplatzes abgespielt. Auf zwei Überlandflugeinweisungen im Doppelsitzer mit Fluglehrer lernst du nun aber die Besonderheiten und Taktiken für das Fliegen außerhalb dieses Gebietes kennen. Wesentliche Punkte sind hier die Navigation – plötzlich fallen einem ganz andere Landschaftsmerkmale auf als von der Erde aus – und die Meteorologie. Was aber passiert, wenn während eines Streckenfluges plötzlich keine Thermik mehr zu finden ist? Dann landet man entweder, sofern vorhanden, auf einem nahegelegenen Flugplatz, anderenfalls auf einem geeigneten Acker (das heißt dann “Außenlandung”, nicht etwa “Notlandung”, wie es vermutlich am nächsten Tag in der lokalen Presse steht…). Die Krönung der Ausbildung ist die selbständige Planung und Durchführung eines Streckenfluges über eine Distanz von 50 km, also z. B. von Eutingen nach Freudenstadt und zurück.

Prüfung

Abgeschlossen wird der praktische Teil der Ausbildung durch eine Prüfung durch die Bezirksregierung Karlsruhe, in der du noch einmal alles vorführst, was du gelernt hast. Danach fliegst du eigenverantwortlich und kannst auch andere Personen mitnehmen.

Theorie:

Parallel zu der praktischen Ausbildung wirst du von den Fluglehrern des Vereins in der Theorie des Segelfluges unterrichtet. Diese besteht aus sechs Fächern:

Luftrecht (behandelt z. B. Fragen zu gesetzlichen Grundlagen, Luftraumbeschränkungen, Ausweichregeln...)

Technik (Aufbau und Funktion des Flugzeugs und der Instrumentierung ebenso wie Technik des Fliegens, d.h. Wirkung und Einsatz der Steuerung in den unterschiedlichen Phasen eines Fluges)

Meteorologie (z. B. Aufwindarten und ihr Entstehen)

Navigation (Handhabung von Luftfahrtkarten, Grundlagen des Streckensegelfluges usw.)

Verhalten in besonderen Fällen (Störungen beim Start, Trudeln, besondere Wettersituationen, Außenlandungen, ...)

Menschliches Leistungsvermögen (Grundlagen der Physiologie, Gesundheit, Grundlagen der Flugpsychologie)

Flugfunk BZF II (beinhaltet die Erlaubnis zum Benutzen des Funkgerätes)
In diesem Fall wird die Prüfung bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Stuttgart abgelegt.



Ausbildungsgemeinschaft THURM-B

THURM-B ist eine Ausbildungsgemeinschaft der Vereine:
Tübingen, Herrenberg, Unterjesingen, Rottenburg-Horb, Mössingen und seit 2007 auch Böblingen.

Jährlich am Ende der Sommerferien wird immer ein gemeinsames Schulungslager wechselweise auf den Flugplätzen in Poltringen, Eutingen und dem Farrenberg durchgeführt.
2010 wurde das Schulungslager auf dem Fluggelände Farrenberg durchgeführt.

In den Wintermonaten wird in Herrenberg und Unterjesingen Theoretischer Unterricht erteilt.



Leistungs - Segelflug

Leistungsabzeichen

Leistungsabzeichen - Bedingungen

Der Weg dorthin ist gar nicht so schwer!




Gold-C mit 3 Diamanten Nr. 5364