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Wie werde ich Segelflieger
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Die Ausbildung oder: wie werde ich Segelflieger [Voraussetzung, Praxis, Theorie, Alleinflug / A-Prüfung, Zweiter Abschnitt. Der Lohn]
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VORAUSSETZUNGEN Um mit dem Segelfliegen zu beginnen, muß man mindestens vierzehn Jahre alt sein, etwas Durchhaltevermögen und Lernwillen mitbringen sowie ca. 1000,-- € auf dem Konto haben (für Schüler und Auszubildende deutlich günstiger). Man meldet sich bei einem Verein oder einer Flugschule an und besorgt sich ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 (Untersuchung bei einem sog. "Fliegerarzt", gemessen werden u. a. Kreislauf, Reflexe, Gehör, Blutdruck, Sehfähigkeit). Nun kann es losgehen.
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ZUERST KOMMT DIE PRAXIS Diese Phase umfasst rund 60 bis 80 Starts und Landungen je nach Doppelsitzertyp und dauert bis zum Alleinflug. Wichtig ist das kontinuierliche Fliegen; zeitliche Brüche und Abwesenheit verzögern den Lernfortschritt. Die Ausbildung beginnt mit einer Grundeinweisung in Flugzeug und Flugplatz. Dann folgt der erste Start. Der Schüler sitzt vorne, hat die Hand am Steuerknüppel und lernt über dessen Ausschläge das Flugverhalten der Maschine kennen. Der Lehrer sitzt hinten, lenkt den Doppelsitzer und erläutert während des Fluges und danach die wichtigsten Prinzipien. Nach dem zwanzigsten Versuch sollte der Schüler weitgehend alleine starten können, und nach vierzig bis fünzig Starts vermögen die meisten, ihr Flugzeug relativ sauber zu fliegen. Ist dieser Punkt erreicht, werden "Basic Können" gelernt: Landeanflug, Abschätzung des eigenen Flugverhaltens in Abhängigkeit von anderen Fliegern und der jeweils herrschenden Windgeschwindigkeit Besonders schwierig, und deshalb wird sie immer wieder trainiert, die Landung. Hier muss das Zusammenspiel von Taktik und Technik klappen. Der Anflugwinkel, das richtige Ausschweben und Abfangen - um dieses Wesentliche sicher zu beherrschen, braucht man nicht nur Erfahrung, sondern auch Gefühl.
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DANN DIE THEORIE Um die Lizenz zu erwerben, sind 60 Stunden erforderlich. Gelehrt werden Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Flugzeugkunde, Technik und Verhalten in besonderen Fällen (z.B. Abriss des Windenseils beim Start, Außenlandung, im Kornfeld, Ausstieg und Fallschirmabsprung usw.). Vereine nutzen vor allem Wochenenden und Wintermonate für die Theorievermittlung, Flugschulen bieten Kompaktkurse an.
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ALLEINFLUG UND A - PRÜFUNG Bevor es ernst wird, erfolgt der erste Alleinflug. Und dieses Ereignis, das kann jeder Segelflieger bestätigen, ist etwas Unvergleichliches. Zum ersten Mal sitzt kein Lehrer mehr auf dem hinteren Sitz. Man schwebt ganz allein durch die Luft und ist nur auf sich und seine eigenen Fähigkeiten angewiesen. Dennoch reißt die "Nabelschnur" zum Boden nicht ganz ab - dank der Sprechfunk-Anlage, die Schüler und Lehrer verbindet. Nach dem ersten Soloflug kommt die Taufe. Warum die Schläge auf den Po? "Damit soll", sagen die erfahrenen Segelflieger "das fliegerische Gefühl einmassiert werden". Denn das Flugverhalten der Maschine spürt man mit dem Gesäß besonders intensiv. Nach mehreren Alleinflügen folgt die A-Prüfung: Geflogen werden müsen drei Platzrunden (ohne Lehrer) mit präzisen Anweisungen (z.B. "Platzrunde Süd mit Linkskreisen im Übungsraum mit 20° Querneigung"). Außerdem gehört zur A-Prüfung eine kleine Theorieprüfung, in der fliegerisches Basiswissen verlangt wird.
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ZWEITER AUSBILDUNGSABSCHNITT Die A-Prüfung ist allerdings kein amtliches Zeugnis. Wer mehr als nur Platzrunden über dem Vereinsgelände drehen will, muss weiterlernen. Ziel ist die sichere Flugzeugbeherrschung, um Thermik- und Überlandstreckenflüge durchzuführen zu können. Die Ausbildung erfolgt sowohl in Doppel- als auch in Einsitzern. Und nach weiteren 20 bis 30 Starts steigt der Schüler auf einsitzige Segelflugzeuge um. Damit werden die nähere Umgebung erkundet, meteorologische Einweisungsflüge und das Thermikkreisen wird geübt. Währenddessen erfolgt die B-Prüfung und nach einer weiteren Lernphase die C-Prüfung. Danach ist der Schüler fit für den Segelflug. Es müssen noch auf einem anderen Segelfluggelände Start- u. Landungen geübt werden. Die praktische Flugausbildung umfasst mindestens 25 Flugstunden, davon 15 Stunden Alleinflug auf verschiedenen Flugzeugmustern in den letzten 4 Jahren vor Ablegung der Prüfung. Verkürzte Ausbildung innerhalb von 18 Monaten 20 Flugstunden, davon 10 Stunden im Alleinflug. Folgende Startarten können durch Einweisung durch einen Fluglehrer erworben werden: Windenstart, Flugzeugschleppstart. Mindestens eine Außenlandung (auf fremden Flugplatz) mit Fluglehrer, die selbstständige Vorbereitung und Durchführung eines Fluges über 50 km Strecke als Alleinflug oder in Ausnahmefällen ein 100 km Flug mit Lehrer. Die Ausbildung dauert in den Vereinen typischerweise 2 Saisons d. h. etwa eineinhalb bis 2 Jahre. Den Abschluss bildet die praktische Prüfung. Sie besteht aus drei Flügen, bei denen der Schüler dem mitfliegenden Prüfungsrat sein Können beweisen muß. Ist auch dieser Teil bestanden, gibt es den Luftfahrerschein ausgestellt vom zuständigen Regierungspräsidium.
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DER LOHN Den erntet er in Form des "Luftfahrerscheins" - so heißt die amtlich anerkannte Pilotenlizenz "GPL Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer" [Glider Pilot Lizenz]. Dazu wird der Flugschüler in allen sieben Theoriefächern auf Herz und Nieren geprüft (multiple choice - Verfahren; mindestens 75 % der Fragen müssen pro Fach richtig beantwortet werden).
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Mehr zum Thema Segelflug unter WIKIPEDIA
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Ausbildungsgemeinschaft THURM-B
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THURM-B ist eine Ausbildungsgemeinschaft der Vereine: Tübingen, Herrenberg, Unterjesingen, Rottenburg-Horb, Mössingen und seit 2007 auch Böblingen.
Jährlich am Ende der Sommerferien wird immer ein gemeinsames Schulungslager wechselweise auf den Flugplätzen in Poltringen, Eutingen und dem Farrenberg durchgeführt. 2009 wurde das Schulungslager auf dem Flugplatz Eutingen durchgeführt.
In den Wintermonaten wurde in Herrenberg und Unterjesingen Theoretischer Unterricht erteilt.
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Leistungs - Segelflug
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Leistungsabzeichen
Leistungsabzeichen - Bedingungen
Der Weg dorthin ist gar nicht so schwer!
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